Mit 7 Thesen schlägt die EVP vor, einen nächsten Schritt im Krippenwesen einzuleiten:
Weg von der Betreuung, hin zu mehr Förderung und Erziehung!
Ausgangslage
Vorschulen (Pre-schools) schiessen zurzeit wie Pilze aus dem Boden. Daraus ergibt sich eine Entwicklung in Richtung Auftrennung der familienergänzenden vorschulischen Betreuung in den Bereich der klassischen Kindertagesstätten auf der einen und jenen der Vorschulen auf der anderen Seite. Dieser Herausforderung muss sich die Stadt stellen.
Für den gesamten vorschulischen Bereich der familienergänzenden Betreuung muss die Ausrichtung im Sinne einer ganzheitlichen pädagogischen Betreuung der Kinder verstärkt werden. Das ganze vorschulische Angebot ist deshalb als Ergänzung zur familiären Betreuung weiter zu entwickeln, so dass:
- eine qualitativ hoch stehende Betreuung gewährleistet ist,
- die Kinder, vor allem auch jene ausländischer Eltern, frühzeitig sozialisiert und nachhaltig in unsere Gesellschaft integriert werden,
- die Kinder bestmöglich auf die Schule vorbereitet werden und
- die ganzheitliche Entwicklung der Kinder gezielt gefördert wird.
7 zentrale Punkte zur vorschulischen Erziehung
- Der familiären Betreuung fällt nach wie vor die wichtigste Rolle für die gesunde Entwicklung der Kinder zu. Sie ist in gebührendem Mass zu fördern. Die familienergänzenden Angebote bleiben freiwillig.
- In der Stadtverwaltung wird die Zuständigkeit für die familienergänzende Betreuung vom Sozialdepartement ins Schul- und Sportdepartement übertragen.
- Die Stadt fördert gezielt die pädagogische Qualität aller familienergänzenden vorschulischen Betreuungsplätze, damit die Kinder in den Tagesstätten nicht einfach „abgestellt“ werden, sondern in Ergänzung zur Erziehung durch die Eltern eine gezielte und ganzheitliche Förderung erhalten.
- Die Stadt setzt sich für die Einführung neuer Aus- und Weiterbildungsangebote für die berufliche Tätigkeit in der familienergänzenden Vorschulbetreuung ein. Eine solide Grundausbildung und eine kontinuierliche Weiterbildung sind zu gewährleisten.
- Die Stadt definiert einen Entwicklungs- und Förderauftrag (bewusst nicht Bildungsauftrag!) für Vorschulen, der Voraussetzung für die Bewilligung ist und klar festhält, dass Inhalte ganzheitlich, auf spielerische Weise vermittelt werden.
- Die Stadt schafft günstige Rahmenbedingungen, damit genügend familienergänzende vorschulische Betreuungsangebote in der erwünschten Qualität entstehen und diese Angebote auch für Kinder sozial schwacher oft ausländischer Eltern zugänglich sind, damit diese Kinder möglichst früh sozialisiert und integriert werden.
- Die familienergänzenden Betreuungsangebote sollen in erster Linie privat, in Ergänzung dazu, auch durch die Stadt betrieben werden.
verabschiedet vom Vorstand der EVP Stadt Zürich am 8. Januar 2007
